Festgefahren im Paradies – Mein Bulli-Abenteuer am Ordinger Strand
Mein erster Bulli-Ausflug zum Sonnenuntergang am Strand von SPO sollte eigentlich entspannt werden: Salz in der Luft, Wind im Gesicht, das Meer direkt vor der Nase und ein kühles Bier in der Hand. St. Peter-Ording, Ordinger Strand. Ein Traum für Vanlife-Neulinge und Bulli-Romantiker. Aber natürlich passierte genau das, was ich eigentlich unbedingt vermeiden wollte: Ich habe mich festgefahren. Im Sand.
Der perfekte Moment – und die perfekte Ablenkung
Anfangs lief alles gut. Der Sand war fest, die Spuren der anderen Autos noch klar zu erkennen – kein Grund zur Sorge. Je weiter ich Richtung Wasser fuhr umso beeindruckender war die Aussicht. Der Blick auf das Meer, die Wolken und diese Weite.
Ein Moment, der so wunderschön war, dass ich kurz auf „Natur-Diashow“ schaltete und mein Fahrverstand auf „Urlaubsmodus“. Ein paar Augenblicke später steckten die Vorderräder tief im weichen Sand. Ich stand fest wie ein Denkmal. Menschen? Fehlanzeige.
Natürlich versuchte ich es erstmal selbst. Vorwärts – Sand spritzt. Rückwärts – Sand spritzt andersrum. Die Reifen drehen durch. Keine Chance. Nach ein paar Minuten hatte ich akzeptiert: Okay. Das gehört wohl zum Vanlife dazu.

Die Helden des Abends – vier Jugendliche aus dem Nichts
Sandboards hätte ich jetzt gut gebrauchen können. Ich hatte mich ja immer schon gefragt, ob die nur als Deko an diesen getunten Adventure Bullis hängen oder ob die auch tatsächlich mal benutzt werden. Und während ich noch so vor mich hin sinniere, tauchen plötzlich vier Jugendliche wie aus dem Nichts auf.
Barfuß. Sandig. Hilfsbereit. „Wir haben eben schon vier Leute rausgeholt. Du bist Nummer fünf.“ Perfekte Mischung aus Humor und Zuversicht. Zwei Sekunden später standen sie an meinem Bulli. Ein kurzer, kräftiger Schubs. Ein „Jetzt!“. Ein „Gas geben!“. Und plötzlich rollte ich wieder – frei, glücklich, komplett erleichtert.
Der Sonnenuntergang, der alles wieder gut machte
Ich fuhr – ohne auch nur einmal zu bremsen – soweit es noch nach vorne ging. Immer dien Untergrund im Blick. Fenster runter. Motor aus. Stille. Nur das Meer, mein Bulli und ein Sonnenuntergang, der aussah wie gemalt. Und natürlich das Bier.
Ehrlich? Der Moment hat alles wettgemacht.
Fazit: Ein Abenteuer mehr in meiner in meinen Erinnerungen. Ein Haken mehr auf meiner Bucket-List. Vanlife ist nicht immer Instagram-Perfektion. Manchmal bedeutet es:
- Sand im Radkasten
- Leise Panik
- Lautes Fluchen
- Begegnungen, die du nie vergisst

Mein Tipp:
- Immer auf die Spur achten
- Sandboards oder Recovery Boards einpacken
- Oder zumindest Freunde, die schieben können
Und am wichtigsten:
Lass dich nicht vom Blick aufs Meer ablenken – oder tu es doch. Es lohnt sich. Denn genau für solche Momente haben wir den Bulli, oder? Strand. Sonnenuntergang. Freiheit pur. Und manchmal eben auch ein bisschen Sand (zu viel).
